Briefwechsel-Lesung: Bernhard-Unseld

Der Briefwechsel an sich ist schon atemberaubend; der liebende und geknechtet werdende Verleger und der welthassende Autor. Hier nun die Lesung der besten Briefe in der Burg mit Peter Simonischek (Bernhard; aktueller Film: Toni Erdmann) und der leider 2014 verstorberne Gert Voss (Unseld). 

Grandios! Wie gern wäre ich dabei gewesen.

Lesung auf der Burg, Wien. Wo sonst.


Screenshots: Youtube/ORF

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Hermann Hesse – Stufen

Es hat schon seinen Grund, das Siegfried Unseld dieses Gedicht (und dessen Autor, über dessen Werk er promovierte) auf seinem Grabstein verewigt sehen wollte (FFM-Hauptfriedhof).

Hören Sie es sich an, wenn Hesse es Ihnen vorliest.

Lese-Tipp: Der große Dulder

 

Raimund Fellinger, Cheflektor des Verlagshauses Suhrkamp ist die zentrale Figur dieses geschichtsträchtigen Hauses. Die SZ nennt ihn die wichtigste Suhrkamp-Figur.

Ein Schachspiel von Schwarz und Weiß hat sich in den letzen Jahren im Verlag mit der Rechtsform einer Aktiengesellschaft abgespielt. Die Witwe des einstigen Verlegers Unseld, Ulla Unseld-Berkéwicz, gegen den inzwischen verstorbenen Investor Hans Barlach. Durch geschickte juristische Winkelzüge konnte diese Schlacht geschlagen und der Verlag in beständiger Form erhalten werden.
Unseld übernahm den Verlag 1959 nach dem Tode des Gründers Peter Suhrkamp.
Handke, Hesse, Bernhard sind nur einige Autoren dieses Verlages, der eine feste Institution der Printwelt darstellt. Denn Bücher und Druckerzeugnisse sind im Hause Suhrkamp und Insel Verlag nicht nur eine Art Texte zu transportieren. Es ist Kunst der Herstellung und Darstellung von gebundenem Papier.
Es hat sich ein wahres Universum gebildet, in dem auch Briefwechsel Unselds mit seinen bekannten Autoren oder seine Reiseberichte veröffentlich wurden. Alle eint, dass die Liebe zum Produkt in allen Poren spürbar ist. Die Aufbereitung ist penibel, tendenziell fehlerlos und mit einer Qualität, die nah am Ende des Gewinns stehen dürfte. Es wird hierzu der Briefwechsel Unseld/Handke empfohlen.

Fellinger berichtet aus dem Nähkästchen der aufregenden Jahre im Hause Suhrkamp und gibt Einblick in die Tiefen der Beziehungen. Er betreut seit Jahrzehnten als persönlicher Lektor Peter Handke und Thomas Bernhard. Letzterer ist vor über 25 Jahren verstorben und dennoch bietet sein Nachlass ungeahnte Schätze, die es für Fellinger zu heben gilt. Hinderlich nur, dass Bernhard dies testamentarisch verhindert hat. Und so ist es Fellingers obsessive Aufgabe, dieses Konvolut an schriftstellerischem Können taktil zu erorbern.

Man beachte bitte genau a) das Bild und b) die Bildunterschrift! Aber, was sage ich, lesen Sie selbst.

Verbindungen

…über Zufälle.

Den grandios produzierten Briefwechsel von Peter Handke mit Verleger Siegfried Unseld habe ich schon länger und lese regelmäßig spontan ein paar Briefe darin. Freitag nun stolperte ich in Bockenheim in einen Uni-Buchladen und erstand für fünfzig Cent Handkes Buch Die Stunde der wahren Empfindung. Und eben schlug ich mal wieder den Briefwechsel auf und blätterte prompt auf folgenden Brief…

Siehe hierzu Anmerkung 2 des Briefes und dazu das Buch an sich.

Den Briefwechsel von Handke mit seinem Verleger Unseld finden Sie hier bei SV.

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