Rezension: Goodbye, Moskau

Für Kaminer-Fans sicher eine weitere Ergänzung zu seinen Erzählungen. Ich habe vor über zehn Jahren sein Buch über das Lesereisen-Tingeln über die deutschen Provinzen gelesen und fand es wirklich amüsant. Das vorliegende Werk ist sicher zu seinem Stile sehr passend und eine lineare Erweiterung seiner Arbeit. Leider hatte ich tiefergehende, analytischere Erwartungen an das Hörbuch. Ich war gespannt auf kritischere Blicke in die Seele dieses riesigen Landes, welches zig Zeitzonen und eine bewegte Geschichte vereint. Dann bleibt es aber doch bei Tanten- und Onkelgeschichten und „wir sind einmal besoffen auf eine Demo gestolpert, war aber eine Mahnwache“… Sicher, sprachlich gibt es manchmal Finessen und gute Beobachtungen, wie die Tatsache, er wünsche sich in jedes Mehrfamilienhaus eine schwäbische Familie als ordnendes Regulativ.

Für Kaminer-Fans gut, für mich zu flach und zu plätschernd.

Wladimir Kaminer: Goodbye, Moskau, erschienen bei Random House Audio

 

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