Man kann sich festlich kleiden. Oder in die Oper gehen.

Ein Plädoyer für die Festlichkeit.

Alfons Schubeck sagt in einer Fernsehreportage, man brauche in seinen Südtiroler Stuben keinen starren Dresscode mehr zu beachten. Den bereits speckig werdenden Anzug und die beengende Krawatte könne man gegen Jeans und anständige-legere Kleidung wechseln. Nett vom Alfons und ein Spiegel unserer Kleidungsart. Dennoch belässt eben dieser gewährte Spielraum viel Freiraum für gefällige Interpretation. Und gefallen muss es anscheinend nicht, denn wer sich schon wochenweise in einen speckig werdenden Anzug zwängt, was wird dieser jemand dann anziehen, wenn man ihm die scheinbar generöse Wahl lässt? Neben vielen stimmigen Outfits und Düften, scheinen andere wieder einmal die Möglichkeit zur Wahl auch als solches auszukosten. Mit Strohhut, offenem Hemd oder einfach einer Art niederem Bürodress wird in der Pause auf dem Willy-Brandt-Platz im sternenklaren Spätsommerhimmel gewartet, geplauscht. Schade finde ich, dass man die Besucher nur marginal von den Fahrgästen an der Haltestelle Linie 11 unterscheiden kann. Was wäre, die Sänger gäben sich auch nur noch die legere Mühe?

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