Seh-Tipp: Reportage über Wolfgang Lippert

…über Schnittstärke.

„Ach, das ist nen´ Friseur…“ – eine häufige Reaktion, wenn ich erzähle, dass ein Friseur eines meiner unternehmerischen Vorbilder ist.

Ich lernte Wolfgang Lippert und sein Unternehmen „Lippert´s Friseure“ 2009 durch zwei Reportagen von Süddeutsche Zeitung TV kennen. Schon damals machte er rund zwei Millionen Jahresumsatz – mit Haareschneiden. Natürlich sind seine Preise immens im Vergleich zu „normalen“ Friseuren, doch a) sprechen wir von München-City und b) von einem Erlebnis statt eines schnöden Besuchs.
Und so brilliert Lippert seit Jahren mit einem wechselnden Team junger, hungriger Friseure, die so wie er „beyond“ suchen und vor allem schneiden.

„Leben im Extrakt, Arbeiten im Extrakt“ ist sein Motto und so gibt er sich gänzlich den Kunden hin. Und ich widerspreche den Neidern, denn es geht eben nur mit laut Poltern, statt mit leise Schmachten nach Erfolg. Und so gehört auch das Umgeben mit Stars und Sternchen in diesem Bereich einfach dazu.

An kleinen bewussten Statements zu seiner Arbeit und Arbeitsauffassung merkt man, was Lippert ausmacht. Er fragt z.B., ob er am Beginn des Termins in die Haare fassen darf. Das wirkt sicherlich auf viele Leute komisch bis übertrieben, aber er hat m.E. Recht. Es ist intim und es ist höflich zu fragen und nicht einfach in die Haare reinzugrapschen.

So ist er bis heute für mich ein Vorbild, wie man aus einem angeblichen (!) schnöden Handwerk eine Perfektion formen kann.

Schauen Sie es sich hier an.

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