Liebe als moralische Sittenhaft

…über Seerosen.

Beziehungen jedweder Couleur bestehen aus einer Vielzahl an Erwartungen und Wünschen – und Anspruchsdenken, Besitzverhalten. Daraus entwickelt sich des öfteren ein totalitärer Anspruch und eine zunehmende kommunikative Verhedderung.

Frischgehalten werden Beziehungen von Unwissen, von Distanz, von Eigenständigkeit. Und das fehlt vielen Beziehungsteilen. Nicht heutzutage, sondern generell. Um die eigenen Erwartungen, die Bestätigung eines selbst zu erreichen, ist dann fast jedes Mittel recht.  Denn die scheinbare Totalniederlage eines nicht harmonierenden (sprich gehorchenden) Partners, will keiner so wirklich sehen. Da werden dann gerne alle Hebel in Bewegung und gleichzeitig angesetzt.

Taktische Rationalität befeuert durch emotionale Entgleisung sorgen für das, was alle angeblich so fürchten und sich dann doch darin verlieren: dem Streit. Nicht nur, dass dieser völlig normal und notwendig ist, so offenbart seine Schnellentflammbarkeit doch auch die Schwäche vieler Beziehungen. Bei Nonkormität wird sofort gehebelt, auf allen Ebenen und gerne auch totalitär-fatalistisch. Das hat oft sehr viel mehr von Sandkasten als von Reife. 

Die Lösung zur Erträglichmachung von Unausweichlichem: Weniger hebeln, mehr sein lassen. Und dem Beziehungspartner klarmachen, das der jeweilige Krisenpunkt der rationalen Ebene zumindest entspringt und nicht nur dem eigenen Machterhalt in der Beziehung dienlich ist.

Ähhh. Seerosen? Kamen nun gar nicht vor. Es ist mein Sinnbild für Beziehungen. Mal drüber nachdenken…

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