Frohes Geschafftsein

…über Riten.

Weihnachten ist vollbracht. Lief sogar gut. Ich sitze mit der Korrespondentin in der Stadt. Gab schon deutlich schlimmere Weihnachten.

  

  

  

   

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Friedman: Autorenflüchtlinge

…über Fluchten.

Drei Autoren mit Fluchthintergrund. Zwei selber geflüchtet (Irak und Ex-Jugoslawien) und eine Tochter eines Flüchtlings (Weissrussland, hier: mit Fikus. Insider). 

Jeder Autor las kurz aus seinem aktuellen Werk, dann Diskussion mit MF. MF führte mit zu engen Hosenbeinen die anfangs langweilige Runde durch knapp zwei Stunden Veranstaltung. Die Location, das Bockenheimer Depot, bestach durch seinen komzentrischen Einschluss aller Beteiligten in einen überdimensional-weissgetünchten Jägerzaun bis zur Decke.

Die Diskussion war eine Dikussion, ich war, wer ahnte es nicht, vor allem wegen MF da. Aber vor allem die Autorin Brodzic beeindruckte mich in ihrer Beschreibung, wie Texte in ihr entstehen und dass sie sich nicht vom Plural vereinnahmen lasse, sondern immer Singular bleibe. Außer, dass sie verheiratet sei, wie sie schnell nachschob…;-)

   
    
 

Friedman: RISIKO!

…über Wagnisse.

Diesmal hatte MF Risikoforscher Ortwin Renn zu Gast. 

Vier Einklatscher stammen von mir, da die Gesprächspartner harmonierten und auch wieder nicht. 

So geht Friedman am Ende in die Konfrontation, als sein Gast sagt, aus fast allen Flüchtlingen werden anzunehmenderweise Hartz-4-Empfänger.

Anhören hier.

  

  

Happy Birthday, Helmut Schmidt!

Heute wäre Helmut Schmidt 97 Jahre alt geworden.

In meinem Herzen, seinen Büchern, seinen Signaturen und Portraits lebt er weiter als ein Mann, den alle arrogant fanden, aber der Urteile fällte und Entscheidungen traf.

Wenn das per Definition arrogant ist, sei er es gerne gewesen und bin ich gerne.

23. Dezember 1918 – 10. November 2015

Wieder was gelernt

…über Neues.

Bis heute kannte ich das deutsche Pendant zu der Abkürzung „c/o“ nicht. Es ist, wie der Brief von Susanne Schmidt zeigt, „p.A.“, was für „per Adresse steht“.

Für mich als Brieffreund, mal wieder eine neue Finesse mehr.

Sex als Einsatzklemme

…über Abgründe des Vertrauens.

Kategorie: Nicht lustig.

Ein Zwischenruf von Jan C. Behmann:

Für den Facebook-Autor der Feuerwehr Osnabrück war es wohl die Meldung seines Lebens. Für die Patienten, obwohl anonym, ist es die wohl größte Schmach, die gesellschaftlich möglich ist.

Ich verurteile diese affige, reißerische und auf dem Notleid anderer basierende Verballhornung mittels der Facebook-Mitteilung.

Das hohe Gut des Vertrauens unser aller Patienten muss geachtet und gewahrt werden. Der Respekt vor Menschen und die Unantastbarkeit ihrer Würde ist hochachtungsvoll zu behandeln.

Solche Meldungen führen dazu, dass Menschen in Not sich nicht melden oder viel zu spät. Es drohen, ungeachtet der Lokalisation, Folgeschäden wie das Absterben von Gliedmaßen.

Der beinahe schon kindische Umgang mit dem sexuellen Hintergrund der Einsätze ist peinlich.

Diese Art von klickgieriger Berichterstattung ist keine Aufgabe einer Feuerwehr.

N24-Bericht

FB-Seite der FW Osnabrück

5 Jahre

…über Abschnitte.

Wenn man sein eigenes Jubiläum vergisst, ist es meist ein gutes Zeichen der Selbstbesoffenheit eines Kontinuums entgangen zu sein.

So fiel mir gestern erst bewusst auf, dass ich am 01.07.2015 (es kann auch der 15.07. gewesen sein) bereits seit fünf ganzen Jahren vollselbständig bin.
An jenem sonnigen Tag im Juli 2010, habe ich die Tiefgarage der Fraport AG das letzte mal mit meinem damaligen Auto verlassen, kurz zurückgeblickt und bin  dann auf die Autobahn gedüst in eine sehr ungewisse Zukunft. Unterstützung und Co. bekam ich hierbei nur von wenigen Menschen. Dank sei Ihnen dafür ewig zuteil.

Viel Existenzielles ist seitdem passiert, große Freuden wurden von Zeiten größter Sorge abgewechselt. Dennoch fühlt es sich richtiger denn je an.
Es macht große Freude, die Spuren seiner Arbeit, seines Wirkens wiederzufinden. In Menschen, Meinungen und Gebäuden. In Firmen und deren Strukturen. Und so zahlt sich der Wille, teils sehr verbissener Art, aus in einem Erfolg, der aber bodenständig ist und bleibt.

So bin ich gespannt auf viele weitere Jahre – inzwischen mit einem Team an Menschen, auf die ich mich 100% verlassen kann und welches um mich herum gewachsen ist.

Unsere Weihnachtskarte stellt hierbei wieder einen Meilenstein der Verkörperung unseres Teaminneren dar und wird unsere vielen Kunden, Dienstleister, Partner und Freunde sicherlich begeistern. Denn es ist eine große Anstrengung die Fotos, das Design (mit und durch Herrn Sprinz), hin zu sieben unterschreibenden Personen, bis hin zu persönlichen Grüßen auf 750 (!) Karten und dem dann anstehenden kuvertieren, zu organisieren. Das kostet sehr, sehr viel Kraft, die viele Unternehmer scheuen – wir nicht! Und es zahlt sich auf so vielen Ebenen aus.

Man muss es immer und alles in liebevoller Zuneigung für die Kunden tun und alles wird gut. Und noch mehr.

70 Cent?! Das ja ne‘ Frechheit

…über dummierte Dämlichkeit*.

Die Überschrift spielte sich an einer nichtssagenden Rastätte im hessischen Autobahnnirgendwo ab. Eine Mutter mit Kind und Schwiegermutter und Ehemann (quasi Mutter mit Pflegeanhang), echauffierte sich lautstark, dass das ja sooooo unverschämt teuer wär.

Hä?

Ich bin sowas von dankbar, dass es Sanifair und Co. gibt, um nicht mehr auf völlig widerlichen Klos einer Notdurft genötigt zu werden. Und damit sowas finanziert werden kann, kostet sowas Geld – das Menschen das nie begreifen?!

Am liebsten hätte ich ihr gesagt: „Dann scheiß‘ doch in den verdammten Wald!“

Für Playstation, Kippen und bescheuerte Billigklamotten ist doch auch immer Geld da. 

Das Erkennen von Wertigkeiten ist eine Schlüsselqualifikation zur Erfassung von Sachverhalten.

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* dummiert wie gummiert, auch davon prallt alles rationale, logische ab – wie von menschlicher Dummheit.

Liebe als moralische Sittenhaft

…über Seerosen.

Beziehungen jedweder Couleur bestehen aus einer Vielzahl an Erwartungen und Wünschen – und Anspruchsdenken, Besitzverhalten. Daraus entwickelt sich des öfteren ein totalitärer Anspruch und eine zunehmende kommunikative Verhedderung.

Frischgehalten werden Beziehungen von Unwissen, von Distanz, von Eigenständigkeit. Und das fehlt vielen Beziehungsteilen. Nicht heutzutage, sondern generell. Um die eigenen Erwartungen, die Bestätigung eines selbst zu erreichen, ist dann fast jedes Mittel recht.  Denn die scheinbare Totalniederlage eines nicht harmonierenden (sprich gehorchenden) Partners, will keiner so wirklich sehen. Da werden dann gerne alle Hebel in Bewegung und gleichzeitig angesetzt.

Taktische Rationalität befeuert durch emotionale Entgleisung sorgen für das, was alle angeblich so fürchten und sich dann doch darin verlieren: dem Streit. Nicht nur, dass dieser völlig normal und notwendig ist, so offenbart seine Schnellentflammbarkeit doch auch die Schwäche vieler Beziehungen. Bei Nonkormität wird sofort gehebelt, auf allen Ebenen und gerne auch totalitär-fatalistisch. Das hat oft sehr viel mehr von Sandkasten als von Reife. 

Die Lösung zur Erträglichmachung von Unausweichlichem: Weniger hebeln, mehr sein lassen. Und dem Beziehungspartner klarmachen, das der jeweilige Krisenpunkt der rationalen Ebene zumindest entspringt und nicht nur dem eigenen Machterhalt in der Beziehung dienlich ist.

Ähhh. Seerosen? Kamen nun gar nicht vor. Es ist mein Sinnbild für Beziehungen. Mal drüber nachdenken…

Kailendar

…über Türchen.

Man kann, man darf, man muss zu BILD und zur Axel Springer SE ein kritisches Verhältnis haben. 

Dennoch mag ich diese Totalablehnung nicht, obwohl ich sie Menschen zugestehe. Ich selbst habe ein ständig ambivalentes Verhältnis zur Roten und Blauen Welt. 

Den AdventsKailendar finde ich trotzdem eine klasse Idee und danke KD für die unaufgefordert persönliche Widmung.

   
   

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