Hetzender Journalismus…

…darf ich vorstellen: Ein Artikel, der beschissener nicht sein könnte mit einer Akteurin, deren politisches Kalkül im Nebensatz vorbeitanzt. Allein die Headline und das Intro sind an Eingenommenheit nicht zu überbieten.

Wir machen uns stark für inter- und intrakulturelle Verständigung und ich selbst achte fremde Religionen und kulturelle Unterschiede sehr. Unterschied bedeutet aber auch: Es ist etwas anders, ungewohnt und vielleicht auch nicht immer meiner Logik erklärbar; aber die Frage ist, ob der Unterschied meiner Logik gerecht werden muss?
Aber wenn es dem WELT-Redakteur passt, kann man eben mal in die rechte Kerbe schlagen und die Maklerin (meine Meinung zu Maklern verkneife ich hier mal…) bzw. ach welch Zufall, kandidierende CDU-Politikerin (sic!), in ihrer peinlichen Entrüstung der recht-haberischen Meinung, wenn sie sich schon Mühe gebe (sprich in ihrer Metaebene: sie sich erbarme), dann müsste man (der böse Flüchtling, der ja bloß dankbei sein müsse) eben springen. Nein, muss er eben nicht. Und daher kann ich die Männer verstehen; sie kommen eben aus einem anderen Kulturkreis. Und komisch: Beim Urlaub schreien alle immer nach fremden Kulturen, fernen Ländern, anderen Sitten. Und wenn sie diese mal nicht vollgefressen vom All-Inclusive-Buffett auf Fernsicht erleben, sondern in Bad Kreuznach vor ihrer Nase, ist plötzlich alles ganz furchtbar.

Ich sage weiterhin und voller Inbrunst: Seid willkommen, liebe Menschen. Egal woher. Ignoranter und dümmer, als viele hiesige Einwohner, könnt ihr gar nicht sein.
Multikulti ist und bleibt für mich ein Quell der Inspiration und Lebensfreude. Daran ändern auch solche Gutbürger-Artikel nichts.

WELT-Artikel

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