Vortrag in Luxemburg

…über Grenzüberschreitungen.

Kurzvortrag Reanimation mit meinem Assistenten Mayer.
  

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SZ-Interview

…über Kotzen.

Der Chef von Block House, Stephan von Bülow, wird mir immer sympathischer. Er ist entwaffnend ehrlich. Eine Vorschau des heutigen Interviews lesen Sie hier.

Seh-Tipp: -S-Bahn mal anders

…über Kontemplation.

Wer sich mal ein wenig berieseln lassen will. ET 420 im S-Bahn-Alltag. Führerstandsmitfahrt mit guter Bild- und Tonqualität und ohne nervige „Musik“.

Klicken bitte hier.

Edit: Inklusive einer Festnahme durch die B-Pol am Bahnsteig ab ca. Minute 16:29. Haha ;-)

Das Leben nach der Kanzlerschaft. Schröder Unter den Linden geparkt

…über Veränderungen.

Schumacher, Hajo: Die Ruhe nach dem Sturm, in: SZ-Magazin (2006) Nr. 27, S. unbekannt
Link

Ein Thema, über das ich mir auch schon Gedanken machte. Wie ergeht es einem Kanzler und seiner engen Gefolgschaft, wenn der Stress, die Aufladung der vorangegangenen Jahre vorbei ist? Und mit der Macht. Hajo Schumacher wirft 2006 im SZ-Magazin einen launigen Blick auf die Zeit nach der Kanzler-Ära Schröder. Es spielt auf dem immobiliengewordenen Abstellgleis deutscher Exekutivmacht. Unter den Linden, nicht weit weg vom Café Einstein, in den Büroräumen des Bundeskanzler a.D.
Zusammen mit Büroleiterin Siegrid Krampitz, Albrecht Funk*,  Marianne Duden† (die bereits bei Kanzler Schmidt Sekretärin war; neben Lieselotte Schmarsow) und dem ehemaligen Regierungssprecher Uwe-Karten Heye. Der übrigens, so lässt der Artikel verlauten, das Manuskript für Schröders Buch „Entscheidungen“ 2006 geschrieben habe – wusste ich nicht bisher. Das Buch, wofür Carsten Maschmeyer dem angeblich damals klammen Schröder eine Million Euro für die Rechte bezahlt haben soll – und das Buch nicht gerade ein Bestseller war. Ich selbst hatte es als Hörbuch (Schröder las es selbst ein), es war ganz ok. Die neue Schöllgen-Bio ist natürlich ein ganz anderer Ansatz, Blickwinkel und Zeitpunkt.

Daneben wird offenbart, dass Büronachbar Fischer angeblich seit Jahren erstmals wieder »Bitte« und »Danke« sagen soll. Ich erahne, welch´ netter Zeitgenosse er gewesen sein muss; im Auge der Macht.

Noch zwei schöne Passagen:

„Fasziniert hat Schröders Stab entdeckt, dass ein Arbeitstag kürzer sein kann als 16 Stunden.“

und

„Zwar hat Schröder seiner Nachfolgerin gesagt, er stehe jederzeit bereit für Fragen. Aber Aktivkanzler bitten Altkanzler nicht um Rat. (…) Obwohl alle Vorgänger gern angerufen worden wären.“


* Albrecht Funk regelte aktuell auch die Signatur meiner Schröder-Bücher. Er ist, wie Frau Krampitz, bis heute im Dienste Schröders.

#VV-Reihe auf behmannsblog

..über CEOs.

Unter dem Hashtag #VV werde ich nun Beiträge veröffentlichen mit ein paar Worten zu CEOs, die ich spannend von der Person und der Aufgabe finde, und zu denen ich mir ein Bild gemacht habe.

Seien Sie gespannt.

W-Feier absagen – Springer wieder auf Ausgang

…über Zickzack.

Da lese ich doch eben etwas über Axel Springer SE (AS) und dessen VV, Mathias Döpfner, und denke, ich vergucke mich. AS hatte, mit Verweis auf die Einbrüche im Anzeigenmarkt, die Weihnachtsfeier schlicht abgesagt. Auf der anderen Seite stellt sich AS als erfolgreiches Verlagsunternehmen in aktiver Transformation in ein Digitalunternehmen dar. Ein Bruch, den die Belegschaft scheinbar nicht hinnehmen wollte, und daher ruderte der Vorstand nun zurück, so berichtet MEEDIA mit Zitierung eines internen Brief des Vorstands an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Was mir auffiel: Der Brief wird geschlossen mit dem Satz „Feiern Sie schön!“ – das finde ich komisch. Ich hätte geschrieben „Lassen Sie uns gemeinsam schön feiern!“, etc. Aber doch nicht eine quasi Anweisung mit gleichzeitig spürbarer Exkludierung. Das mag nun mir als Haarspalterei ausgelegt werden…aber…nunja. Ich frage Mathias Döpfner per Brief und informiere.

Danke von Block House

…über Antworten.

Antwort von Alleinvorstand der Block House Restaurantbetriebe AG, Hamburg, Stephan von Bülow. Danke sage ich auch im Namen meines Co., Christopher Bulle.

Brief von Stephan von Bülow Blockhouse

Buchempfehlung: Für immer Suhrkamp!

…über Leben.

Siegfried Unseld, Text-Bild-Band seines Lebens als Verleger des Suhrkamp-Verlages.

Ein Schinken, gebraucht bei Amazon gekauft, sehr schön verarbeitet und mit Liebe gemacht, u.a. von Raimund Fellinger, Cheflektor Suhrkamp.

Hier eine Rezension aus dem Tagesspiegel.

Lesetipp: FAS vom 11.10.2015

…über Ende.

Ein kritischer und doch fachlich richtiger Artikel über das Problem, wann eine Reanimation sinnvoll ist und wann abzubrechen ist. Antwort: Keine. Keine wirkliche.

Das Kapitel „The ethics of resuscitation and end-of-life decisions“ in den aktuellen ERC Guidelines 2015, ist ein sehr wichtiger Bestandteil der zukünftigen Entwicklung in der (prä-)klinischen Notfallmedizin. Ab wann ist Helfen nur Leidensproduktion? Vor allen Dingen Leid, was nicht evaluierbar, messbar, erfahrbar ist – außer für den Patienten im Wachkoma.

Der Artikel hat den Titel „Reanimation“ und ist von der schweizer (?) Autorin Yvonne Staat. Der Artikel ist zurzeit nicht online verfügbar.

Staat Y, Reanimation, in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) vom 11.10.2015, Politikbuch, Seite 4

Dank ist ein Bumerang

…über Rückmeldungen.

Heute klingelte mein Bürotelefon mit „Anonym“; eine Anzeige, die ich eher unter die ungeliebten Tagesaufgaben buche. Doch diesmal war, welche Wunder, ein wirklich netter Mensch an der Strippe.

Klaus Kobberger, Inhaber der gleichnamigen Frankfurter Parfümerie in dritter Generation, bedankte sich für meinen Dankesbrief an ihn. Es sei, so führte er aus, im Einzelhandel doch (eigentlich) so einfach, den Kunden glücklich zu machen. Gute Ware, gute Beratung, fertig. Ja, stimmte ich ein, wie bei meiner Firma, aber es ist eben, besonders im Einzelhandel, keine Selbstverständlichkeit mehr. Und so wurden wir uns schnell und freudig einig, dass wir auf dem richtigen Weg waren, sind und werden; und dann das Internet auch keine existenzielle Gefahr ist.

An dieser Stelle soll nun mein Brief stehen, denn, so Kobberger, so schön habe das schon lange keiner mehr formuliert {hier war explizit nur die textliche Formulierung gemeint; Lob ist dort durchaus bekannt}.

Ich kann die Filiale an der Zeil nur empfehlen; haben Sie Spaß und riechen Sie gut. Vielleicht steht Herr Kobberger auch bei Ihnen an der Kasse und wünscht einen guten Tag…

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Typoskript meines Briefes vom 16.10.2015, verschickt per Briefpost. Im vorletzten Absatz von unten, habe ich zwei Sätze ab der Stelle „…Nachfrage,…“ ausgeblendet, da diese Rückschlüsse auf die Verkäuferin öffentlich machen würden.

Die Weiblichkeit hat Verspätung

…über Änderungen.

Ich hatte letztens mit der ehem. Vorsitzenden der Geschäftsführung der DB Vertrieb GmbH, Birgit Bohle, Kontakt, um sie zu ihrem neuen Amt als erste weibliche Vorsitzende der DB Fernverkehr AG zu beglückwünschen. Sie hat sehr nett geantwortet. Siehe hier die Pressemeldung zur Berufung. Durch diesen Artikel im Handelsblatt bin ich überhaupt auf diese bedeutende Personalie aufmerksam geworden.

Heute schaue ich durch Zufall auf die Website des DB-Konzerns…nunja, da haben wir noch eine kleines Bezeichnungsproblem…

Ich habe die Pressestelle kurz informiert – schauen wir mal, wann das aktualisiert wird. Die Website zum Screenshot gibt es hier.

Bildschirmfoto 2015-10-20 um 20.57.34
Birgit Bohle wird wohl bald Vorsitzende… {Screenshot vom 20.10.2015, 20:57 Uhr MESZ}

OB Henriette Reker als OB von Köln antritt?

…über Einschnitte.

In Köln, letzen Samstag, 09:04 Uhr, wurde aus dem Wahlkampf ein Kampf um das nackte Überleben für die parteilose Henriette Reker. Der Stand der CDU, an dem sie Rosen verteilte, wurde der Ort eines Messerangriffs, bei dem die Kandidatin schwer verletzt wurde. Laut Presseberichten ist sie immer noch auf der ITS intubiert und beatmet – während sie die Wahl heute, Sonntag, als erste weibliche OB der Stadt Köln, gewann. Der SPD-Gegenkandidat verfehlte den Sieg deutlich; Reker landete die absolute Mehrheit. Doch ob und wie sie ihr Amt antreten wird, ist ungewiss. Viel ungewisser, als es die Medien darzustellen vermögen.

Rückblick. Es ist der 25. April 1990, als Oskar Lafontaine auf einer Wahlkampfveranstaltung von einer geistig verwirrten Frau mit einem Messer in den Hals niedergestochen wird. Kurz nachdem Lafontaine das Krankenhaus verlassen hat, telefoniert er mit Schröder, der gerade die Landtagswahl 1990 in Niedersachsen gewonnen hatte. Sein Stich in den Hals {Attentat auf Lafontaine} habe ihm {Schröder} noch ein paar Prozente mehr beim Wahlergebnis gebracht {siehe hierzu dieses Video ab Minute 27:19 bis 28:05}. Für Lafontaine, noch völlig neben sich nach diesem Lebenseinschnitt, war dies scheinbar der Anfang vom Ende einer Partnerschaft, die später in blanken, wortlosen Hass münden wird.

Life threatening events, also Erlebnisse, die lebensbedrohlich waren, sind für jeden Menschen schwere Einschnitte in sein Leben, seine Seele, sein Verhalten. Prominente Beispiele sind der genannte Oskar Lafontaine, als auch Wolfgang Schäuble, oder die Tennisspielerin Monica Seles, die alle durch Waffengewalt schwer verletzt und lebenslang geschädigt wurden. Physisch sichtbar „nur“ bei Schäuble – durch seine Querschnittslähmung. Vergessen werden aber die psychischen Folgen, die Ängste, Schreckhaftigkeit und eine großes Maß an Verlust von Urvertrauen in andere Menschen.
So stellt sich nicht nur die Frage, ob Henriette Reker wieder physisch auf die sprichwörtlichen Beine kommt, sondern auch, ob sie dieses Amt überhaupt antreten will und kann. Denn der Täter hat sie nicht nur körperlich fast getötet, sondern auch ein großes Stück ihrer Seele ist letzten Samstag um 09:04 Uhr Opfer geworden.

Ich wünsche Henriette Reker von Herzen eine Genesung; nicht nur ihrer Wunden, sondern auch ihrer Seele, deren Verletzungsschwere nicht einmal abzusehen ist.

Es ist nichts überstanden – es fängt grade erst an.

Buchhandlung Felix Jud, HH

…über Spitze.

Wenn Sie mal in eine wirklich Traumbuchhandlung gehen möchten (für die es sich wirklich lohnt, mein geliebtes Amazon zu umgehen), dann gehen Sie mal hier hin. Empfehlung von Gerhard Steidl aus dem aktuellen ZEIT-Magazin (No. 42/2015).

Ich kannte sie schon, da es die Stammbuchhandlung von Karl Lagerfeld ist; mit über 300.000 eigenen Büchern, weiß KL wo er Bücher kaufen muss.

Felix Jud – Hamburg.

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