Briefkasten ist leer

…wir starten das wie in den 90ern in der BRAVO!

Mir mal ne‘ Karte schicken, oder nen‘ Brief?!

——>>>> Geht!
Jan C. Behmann

Behmann GmbH
-persönlich und verschlossen-*
Hanauer Landstraße 204
60314 Frankfurt am Main


* außer bei Karten, natürlich 😂✌️

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Friedman im Gespräch

…ein Ausschnitt fürs Gefühl. Die fehlende Kamera tat (allen) „Talkshows“ gut; z.B. „Wer kommt kommt“ mit Alfred Biolek im Kölner Senftöpfchen in den 70ern.

Achtung: Immer (sic!) ausverkauft. Tickets beim Schauspiel Frankfurt. Bitte unterstützen Sie dieses Format.

Meine Tinte

…ist gerade im Füller zu Ende gegangen. Nun wars das mit dem Briefeschreiben für den heutigen Abend. Denn: Tintenfass steht bisher nur im Office. Düdümmm.

Ardi Goldman über urbane Kunst

…über das Besondere im Alltag.

Ardi Goldman beweist schon seit Jahrzehnten visionäre Haltung in der Stadtgestaltung.
Und das sagt kein Hochglanzprospekt; sondern ich.

Meine Office-Heimat, die Hanauer Landstraße, hat er so herzlich wie auch realwirtschaftlich revitalisiert, dass ich mich dort einfach zuhause fühle.

Goldman beweist auch bei der Gestaltung seiner Häuser immer wieder seine „verkappte“ Künstlerader; und so werden im Ostend grade nach und nach viele seiner Häuser von außen neu gestaltet und ich persönlich bin einer dieser „Verweiler“ vor den Kunstwerken, die er schafft.

Meine „Kantine“, das Restaurant „Das Leben ist schön“ vom lieben Andreas Euchner, ist aktuell auf der östlichen Fassade komplett neu gestaltet worden; und auch das von Goldman gemietete Haus der Unternehmensberatung Baumann AG, Hanauer Landstraße 220 (das Bild gibt nicht den aktuellen Look wieder – ist aber gut sichtbar vom A661-Kreisel), ist mit Zitaten von G. (erst dachte ich ernsthaft, es hieße Goldman) zusammen mit einer anspruchsvollen Fassadengestaltung zu neuem Glanz emporgestiegen.

Auch Ardi Goldmans Büro erstrahlt in künstlerisch gestalteter Aussenfassade.

Was für viele nur Fassadenbemalung mit Textelementen ist, ist für mich alltäglicher Kraftquell und Beweis, dass es noch mehr Ebenen gibt, außer der „normalen“.

Schauen Sie selbst und lauschen Sie seinen Zwischentönen auf Youtube.
Ardi Goldmans Homepage findet man hier.

Biographie Schröder

…über eine gute Rezension.

Meine Assistentin war grade etwas irritiert: So laut und viel habe ich während eines Artikels wohl noch nie gelacht. In der aktuellen ZEIT (39/2015) befindet sich eine Rezension von Schröders erster umfassender Biographie von Gregor Schöllgen, die so schön geschrieben, dass ich nun vollends Lust habe, die Schröder-Bio zu kaufen (34€!) und vor allem: zu lesen.

Sobald die Rezension online verfügbar ist, werde ich hier posten.
Edit 21:50: Erstmal ein Artikel von Lisa Caspari zur Buchvorstellung durch AM.

behmannsblog bekommt ein Logo

…über Charakter.

Mein lieber Designer David Sprinz, hat nach meinen Ideen ein Logo für mein Blog und meine sonstigen „denkenden“ Aktivitäten entwickelt, was gleichzeitig meine Haltung skizzieren tut.

Umsetzung online kommt nächste Woche.

  

#Tweed

…neue Stoffe.

Durch eine außerordentliche Herstellungsproblematik, hatte ich heute die Möglichkeit, mir spontan drei neue Sakkos auszusuchen. Eines davon wird nun ein original Harris Tweed- Sakko. Ich freue mich; in drei Wochen ist es soweit.

  

Flughafenbrand DUS

…wenn ein Film dich verändert.

Ich habe diese Reportage vor knapp sechs Jahren auf Youtube entdeckt. Ich wusste zwar von der Katastrophe, aber so wirklich was da passiert ist, war mir nicht bewusst.
Bis zu dieser Reportage des WDR zum zehnjährigen Jahrestag 2008.

Die Reportage ist handwerklich 1A und mit vielen O-Tönen und guten Schnitten, extrem ergreifend.

Ja, ich habe beim ersten Mal geweint, so ergreifend und dramatisch sind die Ereignisse. Sie wurden nicht, wie in vielen ähnlichen Reportagen, dramatisch arrangiert und nervtötenderweise immer wiederholt, sondern der Ablauf war, gemäß dem Käsescheibenmodell, eine Verkettung dramatischer Umstände, die eine nie erahnte Katastrophe nach sich zogen.

Und nicht nur die Katastrophe an sich war dramatisch, auch die verspätete interne Auslösung der Alarmierung und Evakuierung, das Ausschalten der Fahrstühle und die Zusammenarbeit von BF und WF mit unterschiedlichen Funksystemen und fehlender Übung in der Zusammenarbeit im Gebäudebrandschutz, sorgten dafür, dass die Situation gänzlich kippt. Die juristische Aufarbeitung war müßig und für die meisten nicht befriedigend. Da die baulich begünstigenden Faktoren Jahrzehnte zurücklagen, war keinem Angeklagten eine wirkliche Schuld zuzuweisen. Umso mühsamer wurde es, Betroffene von damals für die Reportage zu gewinnen. Nur der Franzose Francois Feuillet und der deutsche Manager Christian Reiling wollten sich noch äußern. Zudem konnte die BF Düsselsdorf (nicht jedoch die WF von DUS) mit vielen guten O-Tönen gewonnen werden. Der Experte Prof. Wolfram Klingsch rundete adäquat mit Beiträgen ab.

Nun ist die Reportage wieder auf YT und diesmal sogar in HD und bester Qualität. Jeder der beim Thema Brandschutz und Evakuierung mit dem Argument „…hier hats ja eh noch nie gebrannt…“ kommt, dem sei gesagt: Auf DUS hatte es bis zu diesem Tag auch nie wirklich gebrannt. Und dieser Brand hatte massive Folgen für die Anforderungen an den Brandschutz in ähnlichen Gebäude – bis heute.

Die Notrufe in dem Film sind übrigens sämtlich echt. Alle Notruf-Anrufer, die zu hören sind, haben diese Katastrophe tragischerweise nicht überlebt. Außerdem: Alle Personen sind nicht durch die Einwirkung von Feuer und/ oder Hitze gestorben, sondern durch den tödlichen Rauch. So wie bis heute immer noch 80% aller Brandtoten.

Hier der Link zum Film.

PS: Es gibt im neuen Terminal einen Gedenkraum im obersten Stockwerk, den ich auch schon besuchte. Dieser wird immer wieder in Anschnitten im Film gezeigt. Er ist im Terminal ausgeschildert.

Wenn der BMW-Chef synkopiert

…über Anteilnahme.

Ein Freund von mir unkte gleich, als ich ihm sagte, ich würde dem auf der IAA synkopierten VV von BMW, Harald Krüger, einen Genesungsbrief senden.

Neben Genesungswünschen, habe ich zudem ausgeführt, dass die von der Presse so betonte „Weltöffentlichkeit“ einfach mal scheißegal ist.
Und das völlig normal ist bei seinem zwangsweise ungesunden Lebenswandel. Lange Zeit glaubte ich die Mären von viel reisenden, wenig schlafenden, aber dennoch joggenden Managern. Alles Unfug. Natürlich arbeiten sie mehr als der Durchschnitt, doch das was suggeriert wird, entspricht nicht der wirklichen Realität.
Dass das Handelsblatt* dann wirklich die Kerbe mit der fraglichen „Standhaftigkeit“ einschlug, überzeugte mich wieder ein Stück mehr vom Ende der klassischen Presse. Wie kann man so einen hanebüchenen Unsinn kolportieren? (*Danke an den Hinweis von Jens Escher)

Die Antwort seiner Assistentin kam innerst 24 Stunden und das auch noch sehr nett. Wer häufiger mit Büros von hohen Würdenträgern korrespondiert, weiß, dass das keine Selbstverständlichkeit ist.

Daher freue ich mich umso mehr, dass mein Brief Freude ausgelöst hat;
unerheblich, ob er ihn selber gelesen hat, oder nicht.

Bildschirmfoto 2015-09-18 um 16.44.20

Edit, 19:26h
Vom lieben Jens Escher hier noch der Handelsblatt-Ausschnitt mit den „netten Worten“ – und gleich darunter wird sich entschuldigt. 24 Stunden später. Echte Profis. Eben wirkliche digital na(t)ives.

Bildschirmfoto 2015-09-18 um 19.24.39

Ohne Bio

…über gesicherte Sättigung.

„Also ich esse ja wenn nur Fleisch, das „bio“ ist, so z.B. aus der Kleinmarkthalle; ich würde nie Fleisch von Aldi essen…“

Schön, wenn man von Kindesbeinen an die Chance hatte, ein gefühltes „Recht“ zu haben, so teure Lebensmittel sich leisten zu können. Und das als völlig selbstverständlich zu empfinden.
Man kann diesen Menschen in ihrer zweiten Lebensdekade keinen Vorwurf machen; sie kennen es einfach nicht anders. Alles war immer da. Alles.
Die Liebe der Eltern in übertragener Form der Zuneigung durch gut ausgewählte Lebensmittel.
Ein Invest in die Zukunft.

Was diese Menschen aber vergessen ist, dass die meisten Menschen sich das einfach nicht leisten können. Es geht einfach nicht. Auch nicht mit diesen irrealen Floskeln „wenn man wirklich will“, „die kennen ja nur Fast Food“. Nein. Das ist viel zu kurz gedacht. Und diese tendenziöse selbstgefällige Überhebung, dass bei Aldi und Co. nur nicht-essbares Zeug liege, möchte ich vehement widersprechen. Es ist Nahrung. Und wahrlich nicht die schlechteste.

Denn den Wert von jedweder Nahrung lernt man erst kennen, wenn man mal keine hatte. Und hierbei reden wir noch lange nicht von Afrika. Sondern von nebenan. Davon können die oben beschriebenen Menschen aber hoffentlich nur alb-träumen.

Ise Bosch

…tolle Frau, reiche Erbin mit Sinn für gute Projekte.

Ein Interview aus der brand eins, 2006. 

Oder auch ein schönes Portrait in drei Teilen in Gegenüberstellung zu Prof. Mang.

Edit: Ein aktuelles Interview (5/2015) aus DeutschlandradioKultur.

Ansonsten einfach mal googlen.

Im Olymp angekommen

…über unbedingten Willen.

Vor fünf Jahren stand ich in Frankfurt am Main und zwar dort wo das Geld verdient, verwaltet und verteidigt wird. Und der letzte Punkt war mein Ziel. Ich wollte die besten Kanzleien mit einem, meinem Thema bedienen, welches keinen guten Ruf in Deutschland besitzt: Erste-Hilfe-Kurse.

Ziel war und ist es, das Produkt so ansprechend, so gebildet und gleichzeitig pragmatisch zu gestalten, dass es auch Menschen im white collar business als sinnstiftend und anerkennungswürdig wahrnehmen und nicht als „wasted time“.

Ich habe damals á la Gerhard Schröder vor den Türen der großen Frankfurter Kanzleien gestanden und habe quasi „gerüttelt“. Da wollte ich rein! Unbedingt! Und zu einem Großteil kann ich voller Stolz und Ehrfurcht sagen: Geschafft.

Das klappte und klappt aber nur mit unbedingtem Willen, Demut, Überzeugungskraft und völliger Hingabe dem Produkt und den Kunden gegenüber. Du musst sie lieben und alles geben. Alles und noch ein bisschen mehr. In Karriereratgebern wirken diese Hinweise immer sehr abgedroschen, billig und pathetisch. Aber es stimmt. Menschen können zwar oft nicht wiedergeben, warum sie etwas nicht überzeugt oder angesprochen hat, aber doch spüren sie etwas. Und zwar in jeder Zeile deiner Emails, deiner Ansprache, deiner Wortwahl, deiner Handhaltung, deinem Gesichtsausdruck beim Telefonieren. Sie spüren alles. Ohne es bewusst zu merken. Formulieren „das passt schon“, „das reicht schon“ sind völlig fehl am Platz. Es reicht eben nicht! Es muss mehr als 100% sein. Es muss ermüdend, entkräftend und wehtun. Akquise, die leicht ist gibt es. Es ist die, die nichts bringt. Erfolgreiche Akquise tut weh, immer. Und immer wieder. Denn es ist der Umgang mit Ungewissheit und Ablehnung. Und wir scheuen wenig mehr als das. Und: Es geht nicht um Fakten. Fakten sind völlig nebensächlich; und dennoch wichtig. Aber das menschliche ist das wichtigste, mit Abstand. Vertrauen, Aufrichtigkeit, Herzlichkeit und die Gabe über seine eigenen Fehler offen sprechen zu können, sind Kernelemente ohne die nichts geht. Nichts.

Demut wird mir häufig von Menschen, mit denen ich geschäftlich nichts zu tun habe, abgesprochen. „Der doch nicht!“, sagen sie. Und sie liegen völlig falsch, denn Demut ist neben den o.g. Punkten unabkömmlich. Du musst dich dem Markt in den du willst anpassen. Der Markt passt sich nicht an. Wie mit dem Angler und dem Fisch. Das heisst nicht, keine persönliche Note einzubringen und Maßstäbe zu setzen, doch nicht wie sich das manche inzwischen vorstellen. Doch es gilt Ehrfurcht, Ehrerbietung und Demut deine Kunden spüren zu lassen. Das du in deinem Fach top bist, darf ein Kunde immer nur mittelbar und somit indirekt merken.

Ich würde mir wünschen, dass der Neid und die Anerkennung, die ich für meinen Erfolg bekomme, sich eher auf die Anerkennung der von mir schweisstreibend erbrachten Tugenden bezieht, als auf plumpe Sachgegenstände wie mein Auto. Der wirtschaftlich sehr erfolgreiche Prof. Mang sagt übereinstimmend mit vielen erfolgreichen Menschen, dass das Geld nie der Motivator sein darf, sondern der Wille der Sache wegen. Recht hat er.
Menschen, die mir zuallerst bei einem Projekt die Gewinn- und Ertragsmöglichkeiten vorrechnen, haben sich noch nie als erfolgsversprechende Partner entwickelt. Und so werden auch Selbständigkeiten des besseren Verdienstes wegen immer nur eines: Bauchlandungen. Kunden merken, ob dein Produkt aus den Poren deiner Überzeugung sprießt, oder du vorgefertigte Phrasen blabberst. Sie sehen es in deinen Augen, deiner Haltung, deinem Sein.

Daher kann ich nur allen raten: Brenne für eine Sache und stehe hinter dieser. Jede Sekunde. Jeden Atemzug. Für alle, die das pathetisch finden, sei gesagt: War schön mit euch.

Es ist immer die Perspektive, die die Dinge uns beurteilen lässt.

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