Neuer Spottpunkt Bahn

Ostend. Perfekter Sommersonntag.


  

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Über Unrechtsbewusstsein.

Ein Aufhänger zu der völlig diametralen Auffassung, was Recht sei und was nicht.

Aufhänger ist dieser absolute Top-Tweet des Text-Meisters Peter Breuer, Hamburg.
Der Text wird von mir erst noch entwickelt. Es wird um Urheberrecht und Versicherungsbetrug gehen. Nicht sachlich, sondern über die Verwunderlichkeit, dass der Deutsche ganz exakt umreißt was Unrecht und Recht ist – beim Badehandtuch und der Liege – beim Urheberrecht und beim Versicherungsbetrug gibt es da eine gewachsene Diametralkultur des nicht wahrhaben wollenden Fehlverhaltens.

Das 140 Sekunden-Video kann man sich echt geben!

Zitat der Wirklichkeit

Aus Facebook. Und dennoch gut.

Familienvater A zu Familienvater B:

„Wollen wir zusammen Urlaub machen, oder Freunde bleiben?“
– Wie wahr dieser kurze und ehrliche Wortwechsel ist. Diese Aufrichtigkeit sollte regulärer werden.

Schreibwerkzeug

Auf Nachfrage, hier mein Werkzeug zum Schreiben von Briefen:

Ich schreibe seit 2012 im Büro mit einem Mont Blanc Meisterstück (Le Grand) mit einer BB-Feder und original blauer Mont Blanc-Tinte. Unterwegs schreibe ich mit einem Pelikan Souverän M800 mit einer B-Feder. Als Briefpapier nehme ich weißes Papier mit 120er Grammatur mit meinem Namen und meinen grundsätzlichen Kontaktdaten. Alles weitere wird vom Drucker eingedruckt. Das hat sich mehr bewährt und schont Papier.
Als Alternative habe ich im Büro ein Mont Blanc Kugelschreiber, auch Serie Meisterstück/ Le Grand, mit einer schwarzen original Mont Blanc-Miene.
Unterwegs habe ich noch keinen guten Kuli, es wird wohl aber der K800 aus der Pelikan Souverän-Reihe.

Doppelschicht im Office

Wer hätte es gedacht? Wer? Es war unbändiger Wille, viel Arbeit und die Portion Glück, die es dazu gebracht hat, dass meine Firma so groß und so schön geworden ist. Schön im Sinne von nett, freundlich, herzlich. Und das auf allen Seiten: Team, Kunden und Dienstleister. und den uns gewogenen Freunden der Firma. Was auf einer Serviette von Subway ein grober Gedanke war („so Schulungen und Bücher schreiben“), ist heute Wirklichkeit. Keiner wollte mit mir den Weg gemeinsam gehen. Weil er mit vielen Entbehrungen, Abwertungen durch Dritte und Ungewissheit verbunden war. Nun sind wir langsam an dem Punkt, dass wir beginnen können, es etwas (!) zu genießen. Doch es gilt wie immer: Niemals ausruhen, aber mal sich sammeln. Dankbar kann ich meinem Stellvertreter und Teilhaber Christopher sein. Er schloss sich mir 2013 verbindlich an und wir bilden ein sehr positiv-symbiotisches Team. So jemanden zu finden, ist sehr selten. Viele Menschen sind schon gekommen und wie gegangen. Auch das, so musste ich lernen, ist leider normal. Viele Menschen sind nicht glücklich zu stellen. Sie wollen zu viel und geben zu wenig. Dennoch, das zwischenzeitige Ergebnis ist super und ich freue mich auf noch viele Jahre mit meinen tollen Kunden, Mitarbeiter/-innen und Dienstleistern!

Impressum: Wohooo! 

Da lese ich immer jedes Impressum (Hobby!) und stelle ewig nicht fest, das ich inzwischen im Impressum des Rettungsmagazins stehe! Ich bin ehrlich gerührt und stolz. 1997 hatte ich das Magazin als Kind in der Hand und habe es mir von meiner Oma kaufen lassen. Wie die Zeit vergeht.

  

#Bahnlob: Ein besonderer ZUB

Im August fuhr ich von Dresden nach FFM. Der Zugbegleiter (ZUB) war einfach klasse, und hat es verdient ein Lob an die passende, oberste Stelle zu bekommen. Ulrich Weber ist Vorstand Personal DB AG.

Hier der Brief im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Weber,

ich bin ein Profi-Reisender und möchte an dieser Stelle eine Lanze für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brechen. Ich werde nicht müde, die Deutsche Bahn (DB) und die Menschen, die den täglichen Transport einer Anzahl von Menschen möglich machen, die die Lufthansa in einem ganzen Jahr befördert, zu loben.

Mich ärgert der Hass auf die DB und noch mehr auf die Mitarbeiter. Und daher schreibe ich nach jeder meiner Fahrten (ehrliche und nicht forcierte) Lobeshymnen auf Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vorrangig in den Zügen (außerhalb organisiere ich mich digital selber, auch das Angebot läuft gut).

Mir tut es jedes mal ehrlich weh, wie hasserfüllt und beinahe glücklich viele Reisende sind, wenn was schiefgeht; mit fast schon Feierlaune gehen sie auf Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter los. Und die tun ihr bestes. Und es reicht leider nie für die Hassreisenden. Es soll nicht reichen, sonst würde den Menschen ihr Ableitererlebnis im Zug fehlen.

Daher möchte ich heute Ihren ZUB Herrn ******* ausdrücklich für sein außerordentlich feines, distinguiertes und gastfreundliches Auftreten loben. Ich durfte sein Gast im ICE 15XX, 1. Klasse, am XX.08.2015 sein (Abfahrt **:** ab Dresden Hbf nach Fulda; Herr ******* ist in Eisenach abgestiegen).

Herr ******* überzeugte nicht durch eine laute Art des Entertainens, sondern durch eine ruhige, zugewandte Art der Serviceerfüllung. Es war einfach richtig, wie er es machte. Ein Vorbild für leisen, aber dennoch zuvorkommenden und herzlichen Service.

Tun Sie mir bitte den Gefallen, Herrn ******* persönlich dieses Lob weiterzugeben.
Ich selber weiß aus meiner vormaligen Berufszeit im Rettungsdienst, wie sehr ein Lob den Alltag erhellen kann.

Lieber Herr Weber, ich danke Ihnen. Auf bald in Ihren Zügen.

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Die konkreten Daten wurden hier bewusst unkenntlich gemacht.

Bahnhofsmission in Frankfurt HbF – ein unterschätzter Artikel

Es war 2009, glaube ich, als ich Leif Murawski in einem Erste-Hilfe-Kurs kennenlernte und auf die Idee kam im Rahmen meiner damaligen Tätigkeit als Autor für das Jugendmagazin des ASB eine kurze Reportage über seine hauptamtliche (!) Arbeit bei der Bahnhofsmission am Frankfurter Hauptbahnhof zu berichten. Diese sehr große und groß geforderte Mission ist schon ein besonderer Kosmos für sich mit wirklich sehr netten, herzlichen Menschen. Daher sei dieser Artikel hier nochmal verlinkt. Es war ein schöner Recherchetermin und ich werde mich bei Leif mit einem Brief melden.

Viel Spaß beim Lesen, hier klicken.

Menschen, die Menschen sein lassen können

Wenn die Reaktion die Kritik ist.

Unlängst lernte ich eine Frau kennen. Nett, gebildet, eloquent. Und doch engstirnig. Denn als sie erfuhr, dass ich ein Blog betreibe, kam nicht die neutrale quittierende Antwort bei Desinteresse oder eine interessierte Nachfrage. Nein, es kam der moralische Zeigefinger. Geschickt getarnt mit der Aussage „Hast du etwa einen Mitteilungsdrang?!“. Quasi als Zeigefinger und Frage nach der ICD-10-Diagnose in einem. Doch was veranlasst Menschen, Menschen, die sie noch gar nicht richtig kennen, gleich negativ konnotiert zu bewerten. Wollen sie das wirklich? Ist es elterlich-gesellschaftliche Dressur? Warum fällt es uns (ja, mir sicher manchmal auch) so schwer, andere einfach mal so sein zu lassen, wie wir nunmal sind.
Warum muss ich mich für mein Blog rechtfertigen, warum muss ich mich rechtfertigen, wenn ich etwas nicht tue? Warum werden Handy-affine Menschen von vermeintlichen Gutmenschen zurechtgewiesen, sie sollen doch am „echten“ Leben teilnehmen? Früher hätte man ja. – Nein, hat man nicht! Man fand andere Wege der gegenseitigen Vermeidung. Und jeder darf und soll sogar für sich selbst definieren, was er will, denn er, und nur er, muss rückwirkend damit zufrieden gewesen sein.

Zwei weitere Beispiele:
– Ich stehe gerne an Bahnhöfen und gucke Züge. Neudeutsch und in eher professionellen Kreisen spricht man derweil auch von „Spotten“. Ich mache das ganz unprofessionell: Ohne Fahrplan, ohne Kamera, ohne wirklichen Zweck. Mir macht das Spaß, schon mein ganzes Leben lang. Bahnhöfe, Flughäfen hatten für mich seit Kindesbeinen an etwas Magisches, Faszinierendes. Es zog mich immer dorthin. Als Kind war für mich wochenends die größte Belohnung zum Bahnhof und -die Krönung- zum Flughafen fahren zu können. Mehr brauchte ich nicht zur Glückseligkeit. Es faszinierte mich so sehr, dass ich vier Jahre am Flughafen Frankfurt im Rettungsdienst arbeitete. Meine spannendsten Jahre im rettungsdienstlichen Berufsleben. Leben retten zwischen Ankunft und Abflug. Für mich flimmerte es vor Emotionen, Erlebnissen und Erfahrungen. Sicherlich Eindrücke, die viele andere Leute nicht beeindrucken. Ist halt nen´ Flughafen. Aber kritisiere ich diese Leute dafür? Nein. Mir wurscht. Aber umgekehrt sollen sie mir meine Eigenheit auch nicht „zerfragen“.

Beispiel 2: Ich mag keine Feste. Frühlingsfest, Sommerfest, Strassenfest, Bahnhofsviertelfest, Maschseefest. Immer derselbe Mist. Ich mag es, wenn eine Zusammenkunft von Menschen eine zwischenmenschliche Hybris bekommt, man sich an einen Abend oder einzelne Momente dessen lange erinnert. Ich brauche aber nicht diese erzwungene Geselligkeit. Warum denn? Vor allem, genau betrachtet, ist es immer derselbe Mechanismus: Leute gehen auf schrottige, unbequeme Möbel, um überteuerten Mist in sich reinzustopfen und sich in einer Weise gehen zu lassen, die besser unerkannt geblieben wäre. Wenn man sie fragt, was sie denn erleben würden, kommen Antworten wie „dem Alltag entfliehen“, „sich mal was gönnen“, „hier kann man mal die Sau rauslassen“, „da trifft man sie ja alle“, „da muss man einfach hin“, „besser als abends allein zu sein“. Alles, analytisch betrachtet, Ausdruck von einsamkeitsgeplagten, unzufriedenen Menschen. Nicht das Event bestimmt den Genuss, sondern der Mensch selber. Ein Wein auf einem schrottigen Balkon aus Senfgläsern kann eine hundertfache Bedeutung habe, als wie eine Sardine auf dem Freßgassfest zwischen grölenden Menschen eingeflanscht zu sein. Und wenn man das nicht tut, ist die Irritation groß, die Kritik zum greifen nah. Man tanzt aus der Reihe, stellt sich kritisch. Nicht gut. Die selbstbestätigende Funktion dieser Feste für die Besucher wird nämlich so in ein neues, ganz ungewolltes Licht gerückt. Und das will keiner.

Also, ab sofort: Mehr sein lassen. Mehr selber sein. Klingt nach Klangschale, ist es aber nicht.

Ich finde mich ja…

Über ungefragte Selbstbeurteilung.

„Ich finde mich ja selbst ziemlich geil/gut/klasse.“ – Das in variierender Form, wird mir manchmal von gar nicht mir so bekannten Menschen entgegengeworfen. 

Ungefragt. 

Kontextlos. 
Es macht mich sehr skeptisch. Sehr. Man mag mir gerne ungerechterweise diese Attitüde oder Oblate zustecken, dennoch das Gegenteil oft der Fall ist. Ich bin und bleibe ein Zweifler, ein Reflektierer, ein Optimierer. 

Doch was sind dann Menschen die so Sätze raushauen?
Ungefragt.

Kontextlos.

Ich denke nach.

Der Bindung ihr Zwange

Über das Aushalten des Alleinstehens. Wenn die Beziehung zum eigenerhaltenden Kit wird.

Eine Bekannte von mir trennte sich letztes Jahr tränenreich und schwer schuldzuweisend von ihrem Mann. Jung geheiratet, waren sie der jungen und scheinbar ewig währenden Liebe auf den Leim gegangen. Nun wart sie getrennt, in einer quasi Abstellkammer lebend, und meldete sich indes nicht mehr. Da wusste ich schon, was der Braten geschlagen hatte. Denn mein Hinweis, ihr doch eher chaotisches, von Pendelei geplagtes (gewolltes?) Leben zu ordnen und mal sich die Zeit zu nehmen, eigene Ziele zu definieren, übergang sie immer glamourös.

Nun, was war passiert? Ich traf (so wie sie guckte passt auch „erwischte“) sie zufällig beim Umzug. Ihre Augen strahlten in autopilotischer Weise und sie warf mir entgegen, „Es passt einfach, wir ziehen zusammen!“.  Ah. Ich hatte doch gar nichts gefragt? Und doch schwang in ihr zwischen Stolz und Lebensberechtigung der Wunsch nach Begründung mit.

Nach wieviel Monaten Trennung? Ah. Ein paar Monaten nur. Man mag kaum ein halbes Jahr zählen. 

Und es beweist wieder einmal die Aussage von Schopenhauer, dass unser größtes Problem ist, mit uns alleine klar zu kommen.

Schade um ihr eigenes sein. Hauptsache nicht allein.

Blanke Verachtung…@FAZ

Der FAZ brennen doch echt die Lampen durch. Das Blatt, welches ich als Kind als das edelste und beste deutschsprachige Printprodukt verehrte, bringt so eine unendlich dumme Scheisse. Ich bin verstört und uneitel sauer.

Über Bahnhass

Wenn das Problem nicht das Problem ist.

Die Bahn hat Verspätungen, die Bahn hat Infrastrukturprobleme, die Bahn hat Investitionsstau, die Bahn hat Fahrzeugprobleme. Aber: Die Bahn ist toll und das tollste daran sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Denn das Problem sind nicht die Probleme, sondern es sind die Kunden. Die besserwissenden Hassbürger, die Teilzeitreisenden, die Mallorcaurlauber aus Wanne-Eikel.

Wussten Sie, dass die Bahn am Tag die Anzahl an Menschen befördert, die die Deutsche Lufthansa in einem ganzen Jahr fliegt?

Die Deutsche Bahn ist gut, sie ist qualitativ dauerhaft am verbessern. Die Zeiten von ganz dunklen Bahnhöfen gehören der Vergangenheit an. Die Züge sind im Rahmen der Beschaffungsmöglichkeiten völlig adäquat. Ich fahre gerne und aus Überzeugung Bahn. In meiner Firma sind innerdeutsche Flüge untersagt. Durch mich; den Chef.

Und dennoch gibt es neben Griechenland (wovon die Leute genauso wenig Ahnung haben, wie von der Bahn), nur wenige Themen, die so hasserfüllt und gleichzeitig unwissend an Stammtischen jeglicher Couleur geführt werden wie die Bahn und ihre scheinbaren Probleme. Wenn überhaupt irgendein Mindestmaß an Sachverstand da ist, wird gerne auf die Schweiz und den dortigen Taktverkehr verwiesen. Da sei sowieso alles besser – na klar. Kopfschüttelnd sage ich: Nein! Andere Dimensionen, keine zwei geteilten Bahnsysteme, andere Mentalität. Wenn überhaupt kein Sachverstand da ist, sage ich nur eins: „Halts Maul!“. Denn die Regel, nicht über Sachen zu reden, von denen man keine Ahnung hat, würde unserer Republik sehr gut zu Gesicht stehen. Der Gedanke, jeder könne es besser, als die Bahn selber, ärgert mich! Welch Logistik, welch Komplexität bietet das System hier in Deutschland. Und die die am lautesten schreien, schaffen es nicht mal ihre Reservierung im Zu zu finden. Die wollen die Bahn besser machen? Die wären selbst mit einem kleinsten Bezirk überfordert (denken Sie hier an den Film „Bruce allmächtig“ von 2003).

Ich werde mich hier weiter zur Bahn äußern, jetzt muss ich aber erstmal aus dem Fenster starren und meine Fahrt von München nach Frankfurt genießen.

Über Taxifahrer und Werte

Wenn der Blickwinkel das Ergebnis bestimmt.

Dienstreise nach München-Pasing. Hotel ebenfalls in München-Pasing. Sonntag morgen vom Hotel zum Bahnhof München-Pasing. Der Weg ist kurz, aber mit Koffer weit und sehr öde. Also: Taxi gerufen via myTaxi.

Wer kommt: Ein motivierter ehemaliger Einwohner Barbados als Taxifahrer. Was ist daran ungewöhnlich? Statt uns ob der kurzen, nicht lohnenswerten Tour erstmal abzudissen, sagt er zur Verwunderung der Profireisenden folgendes: „Eigentlich lohnt sich die Tour nicht, aber ich komme aus Barbados (glückliches, sattes Lachen) und dort kann ich für die 10EUR vorzüglich essen!“

Das, genau das, ist die Angst des engstirnigen Deutschen: Die eigene Erkenntnis zu gewinnen, ein völlig übersättigtes, arrogantes Wesen zu sein, das die eigenen Benefits des hiesigen Lebens nicht mehr zu würdigen weiß. Quasi eine Spiegel-Angst. Es ist die Erkenntnis, Chancen und Momente nicht mehr zu erkennen und damit auch nie genießen zu können. Vielleicht bringt unseren Taxifahrer ja genau unsere Tour zum nächsten Kunden, der zum Flughafen muss? Und auch wenn nicht, vielleicht erfreut ihn die Fahrt ob der netten Kunden? Dies ist für viele gar keine Grundlage, einen Auftrag anzunehmen: weil es eben nett sein könnte. Mir sind Aufträge mit geringerem Ertrag, aber netteren Menschen viel mehr wert, als andersrum. Natürlich muss es eine Mischkalkulation sein, aber dennoch: Freude geht immer vor Geld.

Ich selbst freue mich noch heute, wenn ich in einer Schublade ein vergessenes 2-Euro-Stück finde. Werte zu achten, ist der Schlüssel zur Zufriedenheit. Einen Mitarbeiter musste ich rausschmeißen, weil er meinte, nur mit Tagessätzen von 900EUR könne er adäquat arbeiten – er ist bis heute arbeitslos. Falscher Hochmut und die Überschätzung des eigenen Geldwertes ist Kern allen Übels. Denn es geht nicht um den Wert in einer Währung (übrigens die Umrechnung in D-Mark beweist die Eindimensionalität des Rechnenden), sondern um zwischenmenschliche Werte: Verlässlichkeit, Herzlichkeit, Freundlichkeit und Beständigkeit.

Dieser Taxifahrer wird, egal wie viel oder wenig er verdient, immer glücklicher, erfüllter sein, wie viele seiner Berufskollegen. Weil er eben nicht mit Zahlen, sondern mit dem Herzen hantiert.

Und wieder ein Fall für: Zum Glück Taxi gefahren und einen netten Menschen kennengelernt.

Achten Sie den Moment. Immer und überall. Er kann schöner sein, als das was Sie „Leben“ nennen.

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