Ein Friedman fällt selten allein

Über Blickwinkel.

Ich habe mir ja von wichtigen „Idolen“ Bilder auf Alu-Dibond machen lassen, teilweise mit mir zusammen auf dem Bild, teilweise einzeln. Allen gleich ist aber, dass die Bilder mir von den entsprechenden Personen gewidmet wurden.

So auch von meinem rhetorischen Idol (ey, jetzt nicht wieder Koks-Witze, Leute, es langweilt!) Dr. Dr. Michel Friedman. Nun kam als letztes Bild seines aus der Kanzlei von ihm und ich hängte es also voller Ehrfurcht auf. Und was passierte: Alle anderen vier bestehenden Bilder hielten mit den Tesa Powerstrips 1A – bis heute. Nicht so Michel Friedman. Er stürzte über Nacht gleich fünf mal ab. Und das Bild bekam immer mehr Schrammen. Und Dellen. Und mein Ärger wuchs und wuchs. Ich habe dann alle Register gezogen und wirklich drei Klebebahnen selbstklebendes Tesaband an das Bild geflanscht – nun bleibt es hängen. Dennoch ärgerten mich die Dellen.

Dann, eines Abends im Büro, stand ich vor den Bildern und mir kam eine neue Sichtweise: Nicht nur, aber auch wegen seiner echten Schrammen im Leben und den Dellen in seinem Lebenslauf, schätze ich Michel Friedman. So wird das Bild und sein Verhalten quasi konkludent. Es passt zur Realität und macht mir die Dellen und Schrammen mehr als sympathisch. Es kommt also wieder wie so oft im Leben nur auf eines an: Den Blickwinkel.


von oben nach unten:
Michel Friedman
Mick Knauff
Wolfgang Grupp
Ardi Goldman

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